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Zeune stößt auf eine Vorburg

Bei Baggerarbeiten für das neue Burgenmuseum tauchten in unmittelbarer Nähe der Ruine Altenstein alte Mauern auf.

Mauertest: Die Geographin Anne Mommer als Projektmanagerin des Zweckverbands Deutscher Burgenwinkel und Bürgermeister Wilhelm Schneider wollten Altensteiner Geschichte von Joachim Zeune (im Bild von links) genau erklärt haben. Foto: Holger Schmidbauer

Burgenforscher Zeune hat einen Teil der alten Mauern freigelegt.

Bei Baggerarbeiten für das neue Burgenmuseum tauchten in unmittelbarer Nähe der Ruine Altenstein alte Mauern auf. Sie gehören zu einer historischen Vorburg, wie Burgenforscher Joachim Zeune jetzt herausfand. Die Entdeckung an der Altensteiner Ruine datiert bis ins 13. Jahrhundert zurück.

Als man die Erde für das Fundament der Toilettenanlage im zukünftigen Burgenmuseum aushob, traten stattliche Mauerreste zu Tage, was zur Einstellung der Außenarbeiten führte. Das Landesamt für Denkmalpflege und der Zweckverband Deutscher Burgenwinkel baten den Burgenforscher Joachim Zeune, die Mauerreste näher zu bestimmen, um zu klären, ob es sich um ein Denkmal handelt. Seit Wochenmitte begutachtete und kartierte Zeune die Mauerreste, die nach seinen Aussagen bis zu 1,5 Meter Wandstärke haben. Bei seinen Grabungen fand Zeune auch Keramikscherben, die zukünftig im Burgenmuseum ihren Platz finden sollen. Zeune ist sich sicher, eine Vorburg gefunden zu haben. Die Ringmauer datierte er vorsichtig auf das 13. bis 15. Jahrhundert.

Mauer sichtbar belassen


Die Vorburg müsse anders ausgesehen haben als die restliche Burganlage. Der Mauerzug der Vorburg müsse, konstatierte Zeune, sichtbar erhalten bleiben. Denkbar wäre laut Bürgermeister Wilhelm Schneider, eine Plexiglasabdeckung anzubringen.